… – Richtig! Die Lage zur inneren (Un-) Sicherheit in Deutschland. Wer selbständig und genau hinschaut kann beinahe täglich entsprechende Nachrichten verfolgen. Viel zu viele, um sie noch in den Hauptnachrichten zu bringen.
Wir schauen natürlich genauer hin, denn wir sind die Partei, die sich zur Wahrheit verpflichtet fühlt.
Terror und Alltagskonflikte
Die aktuellen Reisewarnungen der kanadischen Regierung bezeichnen Deutschland als „Danger-Zone“ der Warnstufe gelb. Eine Warnstufe vor Bürgerkrieg; auf dem gleichen Niveau wie Simbabwe. Sie stützen sich allerdings nicht allein auf die überregional und teils international berichteten Vorfälle mit massenhaft anfallenden Geschädigten. Auch die überbordende Alltagskriminalität mit zunehmender Gewaltbereitschaft bereitet Sorge. Es könnte Jeden jederzeit und überall treffen; man braucht nur zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.
Ob im Einkaufszentrum, am Bahnhof, im Eiscafé oder bei der Berufsausübung als Busfahrer oder Lehrerin. Einige aufsehenerregende Fälle sollten jedem Interessierten noch geläufig sein. So etwa die beiden Fälle in kurzer Zeitfolge in Dresden, zu einer Zeit, wo wir in Solingen der Opfer vom 23.08.2024 gedachten. Oder die 16-jährige Liana, die am 11.08.2025 vor einen Zug gestoßen wurde, die randalierenden Syrer in einem Eiscafé in Hof am 01.09.2025, die Messerattacke auf eine Lehrerin an einem Berufskolleg in Essen in der vergangenen Woche. Auch in Wuppertal wurde vergangene Woche ein Busfahrer im Dienst angegriffen und sogar mit einer Mülltonne traktiert. Der Täter hatte wohl noch einen gewissen Rest an Anstand und hat sich der Polizei gestellt (s. hierzu: „Mann stellt sich nach Attacke auf Wuppertaler Busfahrer“, Web WDR, 08.09.2025, 12:39, und Bericht „WDR Lokalzeit-Bergisches Land“, 08.09.2025, 19:30 Uhr).
Wir haben es aber längst nicht mehr mit skurrilen Wahrnehmungen notorisch ängstlicher, auf das Bedrohungsthema fixierten Zeitgenossen zu tun, die permanent in einer Angstblase unterwegs sind, sondern mit lebensweltlich fundierten realen Erfahrungen vieler Mitbürger. Daß die Zunahme an gewaltbereiter Kriminalität nicht nur eine gefühlte, selektive Einbildung ist, sondern leider zu einer empirisch fundierten Realität wurde, zeigt der nüchterne Blick in die amtliche Statistik. Je nach Gegenüber reicht heutzutage offensichtlich bereits ein „falscher“ Blick, eine unzureichend verstandene Bemerkung, oder ein völlig nichtiges, vermeintliches „Fehlverhalten“, und die kurze Lunte beim Kontrahenten ist abgebrannt und führt zur Eskalation. Wie die Statistik zeigt, auch immer häufiger begleitet mit dem sprichwörtlichen „Gruß aus Solingen“!
Die polizeiliche Kriminalstatistik
Das Bundeskriminalamt (BKA) berichtet in der „Polizeilichen Kriminalstatistik 2024“ von einem breiten Trend zunehmender Gewaltkriminalität. Es wurde in 2024 ein neuer Höchststand seit 2007 erreicht. Besonders auffällig sind die Zunahmen bei nichtdeutschen Tatverdächtigen (+ 7,5%), bei Sexualdelikten (+ 9,3%), und bei tatverdächtigen Kindern und Jugendlichen (+ 11,3%, bzw. + 3,8%). Neben psychischen Faktoren und sozio-strukturellen Merkmalen (Armut, unzureichende Bildung, prekäre Lebensverhältnisse) stechen als kriminogen-begünstigende Faktoren v.a. das Lebensalter und „gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen“ (BKA) hervor.
Betrachtet man die Zahlen zur Gesamtkriminalität hinsichtlich der Merkmale „deutsche“ vs. „nichtdeutsche“ Tatverdächtige, so fällt die eklatante Häufung bei nichtdeutschen Tatverdächtigen auf. Bei Nichtdeutschen ist der Anteil der Tatverdächtigen insgesamt um den Faktor 2,7 erhöht. Dieser Faktor gilt insgesamt in gleicher Höhe für nichtdeutsche Männer, während der Erhöhungsfaktor mit 2,4 bei nichtdeutschen Frauen geringfügig darunter liegt.
Komprimiert dargestellt werden diese Zahlen in der sogenannten „TVBZ“ („Tatverdächtigen-Belastungszahl“). Erfasst wird der Anteil der Tatverdächtigen ab acht Jahren (!) im Verhältnis zu 100.000 Einwohnern,- ohne spezifisch ausländerrechtliche Delikte. Hier die Zahlen in der Übersicht:
| TVBZ 2024 | Deutsche | Nichtdeutsche |
|---|---|---|
| insgesamt | 1.878 | 5.091 |
| Männer | 2.781 | 7.495 |
| Frauen | 1.024 | 2.441 |
Richtet man den Fokus speziell auf die seit 2023 separat und bundesweit erfasste Begehungsart „Messerdelikte“, werden genau die intuitiv vermuteten und erlebten Erfahrungen bestätigt. Der Messereinsatz führt in 54,3% der Fälle zu direkten Gewalttaten, in 43,3% der Fälle werden Messer zur Bedrohung eingesetzt; der Rest entfällt mit 2,4% auf „sonstige“ Einsatzzwecke, z.B. als Widerstand bei Festnahmen. Ausgewiesen werden in Summe 29.014 Fälle bundesweit; allein bei den Delikten „gefährliche“ und „schwere“ Körperverletzung (§§ 224, bzw. 226 StGB) betrug die Zunahme satte 10,8%!
Mit der Zunahme liegt NRW im Bundestrend; und NRW hat natürlich als bevölkerungsreichstes Bundesland mit diversen Brennpunkten auch einen nennenswerten Anteil an Messerdelikten.
| Messerdelikte in NRW | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|
| 4.191 | 6.221 | 7.295 |
Nochmal „Kersting-Haus“
Wie es eine Solinger Stadtverwaltung vor dem Hintergrund solcher Zahlen (und der Ereignisse vom 23.08.2024) hinbekommt, eine – zumindest halbwegs – verlässliche Anlaufstelle für Sicherheit und Ordnung in der City dauerhaft dicht zu lassen, ist schlichtweg ein Skandal.
Es ist die Bankrotterklärung zur inneren Sicherheit in unserer Stadt.
Es ist der konkludent erklärte Unwille, Sorgen und Ängste der Bürger dieser Stadt endlich dauerhaft ernstzunehmen.
Es ist Kontrollverlust und Verwaltungsversagen,- ganz gleich ob vom Ressort 3 (J. Welzel) oder Ressort 2 (D. Wienecke), oder von wem auch immer.
Es ist vor allem eins: es ist absolut erbärmlich und höchste Zeit, daß sich etwas ändert!
Am 14.09. Sicherheit wählen!
Weiterführende Hinweise:
bild.de: „“So gefährlich wie Simbabwe? Kanada warnt vor Reisen nach Deutschland.“, Aaron Deuser und Clara Tilgner, 03.09.2025, 22:00 Uhr.
Bundeskriminalamt (BKA-Webseite): „Polizeiliche Kriminalstatistik 2024. Polizei registriert über 5,83 Millionen Straftaten in Deutschland. Erneut Zunahme im Bereich Gewaltkriminalität.“
solinger-tageblatt.de: Kersting-Haus: Wieder ist eine charmante Idee gnadenlos gescheitert; Der Wochenkommentar von Stefan M. Kob, 08.08.2025, 19:00 Uhr
t.online.de: „Diese Länder raten zur Vorsicht in Deutschland“, 04.09.2025
